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Didaktik der Alten Sprachen - Latein und Griechisch

Die Fachdidaktik „Alte Sprachen“ stellt sich vor

Die Fachdidaktik „Alte Sprachen“ betrachtet die wissenschaftlichen Inhalte des Fachstudiums vor allem unter dem Aspekt der Vermittlung. Hierbei bildet, da die meisten Studierenden der Klassischen Philologie für den Lehramtsstudiengang eingeschrieben sind, der schulische Bereich, d.h. die spätere Berufspraxis, den zentralen Focus. Als historische Didaktik thematisiert die Fachdidaktik „Alte Sprachen“ die Geschichte der Unterrichtsfächer Latein und Griechisch und fragt nach dem Standort des Altsprachlichen Unterrichts in der Gegenwart und seinen Perspektiven in der Zukunft; als systematische Didaktik eruiert sie Lernziele und Fachleistungen des Altprachlichen Unterrichts, ermittelt und begründet Unterrichtsinhalte, analysiert und bewertet Methoden und Medien. Dabei sollen jedoch die vor allem anwendungsbezogenen Inhalte der zweiten Phase der Lehrerausbildung, des Referendariats, nicht vorweggenommen werden. Die vielfältigen neuen Entwicklungen im Bildungswesen der Bundesrepublik und des Landes NRW, wie Festschreibung von Kompetenzstandards, verstärkte Integrationsbemühungen um Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunft, Zentralabitur, Kernlehrpläne, Beginn der zweiten Fremdsprache im sechsten Schuljahrgang etc. werden von der Fachdidaktik in angemessener Weise aufgegriffen. Gegenstand des Studiums ist die Fachdidaktik nach der „neuen“ LPO in den Aufbaumodulen 1 und 2 (Lateinische bzw. Griechische Literatur und ihre Vermittlung) und im Aufbaumodul 5 Fachdidaktik (vgl. Studienordnung/Link). Um eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis zu ermöglichen, sollte das Fachpraktikum Alte Sprachen idealerweise eng auf die vorbereitende (im AM 1 bzw.2) und nachbereitende Lehrveranstaltung (im AM 5) bezogen sein. Über das Fachpraktikum informiert der Leitfaden (Link). Im Anschluss an das Aufbaumodul 5 erfolgt eine schriftliche Fachprüfung (vierstündige Klausur) über eine fachdidaktische Fragestellung. Die „alte“ LPO schreibt neben schulpraktischen Studien, einem i.d.R. vierwöchigen Blockpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit, den Besuch zweier spezifisch fachdidaktischer Lehrveranstaltungen vor, von denen eine mit einem qualifizierten Studiennachweis abzuschließen ist
(vgl. Studienordnung/Link).

Allgemeines zu den (fach)didaktischen Anteilen im Studium

Erziehungswissenschaftliche Studien im Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen:

Grundstudium: Basismodul 1 Grundlagen der Erziehungswissenschaft (6 SWS, ein TN), die u.a. das vierwöchige Orientierungspraktikum im ersten Studienjahr vor- und nachbereiten; Basismodul 2 Lehren und Lernen in professionspezifischen Kontexten (6 SWS, ein LN)

Hauptstudium: AM 1 Bildung und Erziehung unter gesellschaftlichen Bedingungen (6 SWS, ein LN), AM 2 Bildungstheorie, Bildungspolitik und Profession (10 SWS, ein LN)
Abschluss der erziehungswissenschaftlichen Studien durch eine vierstündige Klausur über Gegenstände aus AM 1/2 und ein Abschlusskolloquium

Fachdidaktische Anteile im Hauptstudium:

  • AM 1/2: Übung zur Vorbereitung auf das Fachpraktikum
  • Fachpraktikum: 5 Wochen an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule
  • AM 5: zwei Lehrveranstaltungen (wovon eine der Nachbereitung des Fachpraktikums dient mit LN= Praktikumsbericht) sowie ein Lektürekurs unter dem Gesichtspunkt der Vermittlung

 

Als Teil des Staatsexamens vierstündige Klausur über Gegenstände aus dem AM 5 nach individueller Absprache. Solche Themen können z.B. sein: Erst- und Übergangslektüre, Texterschließung und Übersetzung, Visualisierung im AU, Innovative Methoden im AU, Didaktik des Übens im AU mit Schwerpunkt Wortschatzarbeit, Kanon und Konzeption von Lektüreunterricht, Einbeziehung von Rezeptionsformen in den AU.